Kururlaub in Tschechien

Die Tschechische Republik hat Besuchern viel zu bieten: Allein die ebenso wechselhafte wie faszinierende Geschichte der drei traditionellen Landesteile Böhmen, Mähren und Schlesien hat zahlreiche kulturellen Sehenswürdigkeiten hinterlassen, die jedes Jahr Millionen von Touristen anziehen.

Wichtigstes touristisches Dreh- und Angelkreuz ist die Hauptstadt Prag, die regelmäßig zu den schönsten Städten der Welt gezählt wird. Beinamen wie "Stadt der hundert Türme" oder "goldene Stadt" zeugen vom charakteristischen, gotisch-barocken Erscheinungsbild, das ein weltweit bekanntes Motiv für Fotografien und Ansichtskarten darstellt. Zu den weiteren Wahrzeichen zählen unter anderem die Prager Burg, die Karlsbrücke oder die mittelalterliche Rathausuhr. Das historische Zentrum der Hauptstadt wurde 1992 als eine von insgesamt 14 derartigen Stätten in Tschechien zum UNESCO-Denkmal erhoben.

Abseits von Prag locken zahlreiche weitere interessante Metropolen und verträumte Kleinstädte (Brünn, Olmütz, Ceský Krumlov, usw.). Darüber hinaus zählen auch die tschechischen Kultur- und Naturlandschaften mit ihren Schlössern, Burgen, Bergzügen und Gärten zu den Hauptattraktionen des Landes. Einen weiteren touristischen Schwerpunkt stellt der Kurbetrieb dar: Mit dem mährischen Kurbad Luhacovice und dem sogenannten "Bäderdreieck" in Westböhmen (Karlsbad, Marienbad und Franzensbad), um nur zwei Beispiele zu nennen, gibt es auf tschechischem Staatsgebiet gleich mehrere vielgerühmte Wellneshochburgen.

Mit seinen traditionsreichen Thermen und Bädern sowie mondänen Kurhotels, -häusern und -parks hat das Land Weltruhm erlangt, der im 19. Jahrhundert einen ersten Höhepunkt erreichte und bis heute andauert. Dank der natürlichen Begüterheit der Region sowie der modernen medizinischen Infrastruktur stellt Tschechien eine ideale Destination für Ihren geplanten Kururlaub beziehungsweise Kuraufenthalt dar.

Die wichtigsten Kuranwendungen im Überblick

Abhängig von den jeweiligen Beschwerden und den am Kurort zur Verfügung stehenden Angeboten und Einrichtungen können im Rahmen einer Kur die unterschiedlichsten Methoden zum Einsatz kommen, die alle über ihre ganz eigenen Annehmlichkeiten verfügen!

Das Spektrum reicht von der klassischen Hydrotherapie über Trink- und Diätküren bis zu Balneo- und Schlammtherapien sowie Gasbehandlung. Große Bekanntheit über die Landesgrenzen hinaus genießen die mineralhaltigen Heilquellen in Westböhmen (Karlsbad/Marienbad/Franzensbad), die Kurgäste aus aller Herren Länder seit Jahrhunderten zu schätzen wissen.

Ihnen wird eine lindernde Wirkung auf verbreitete Beschwerden (unter anderem Erkrankungen des Bewegungsapparates, des Herzes oder der Gefäße) zugeschrieben. Im Folgenden haben wir Ihnen einen Überblick über die bedeutendsten Kuranwendungen zusammengestellt.

Trinkkuren
Diät-Therapie
Balneotherapie
Schlammtherapie
Gasbehandlung
Hydrotherapie
Trinkkuren

Grundsätzlich lässt sich bei Heilwässern zwischen äußerer und innerer Anwendung unterschieden. Im zweiten Fall wird das Wasser nicht ausschließlich in Form von Bädern verabreicht, sondern in Form einer Trinkkur aufgenommen. Diese Form der Behandlung kann zum Beispiel bei bestimmten Magen-Darm-Erkrankungen zur Anwendung kommen.

Diät-Therapie

Von einer Diät-Therapie spricht man, wenn aus (ernährungs-)medizinischen Gründen eine gezielte Änderung des Essverhaltens herbeigeführt werden soll. Diese Form der Behandlung kann sowohl aus Gründen der Prävention als auch der Heilung oder Verbesserung bestehender Beschwerden (Übergewicht, Diabetes, usw.) verordnet werden.

Balneotherapie

Als Balneotherapie beziehungsweise Bäderheilkunde bezeichnet man all jene Behandlungsarten, bei denen Heilwässer mit einem erhöhten Anteil an gelösten anorganischen Stoffen (zum Beispiel Kohlensäure oder Schwefelwasserstoff) zur Anwendung kommen. Neben medizinischen Bädern im engeren Sinn wird dabei zum Teil auch mit Inhalationen oder Trinkkuren gearbeitet.

Schlammtherapie

Die Kernkomponente einer Schlammtherapie besteht in der äußeren Anwendung spezieller Heilschlämme. Die Behandlung erstreckt sich in der Regel über mehrere Phasen: Auftragen der Schlammpackung, Bad im Thermalwasser, Reaktionsphase (Schwitzen) und abschließende Entspannungsmassage. Eine Schlammtherapie kann unter anderem bei Entzündungen der Nerven sowie bei Osteoporose, Gicht oder Rheuma sinnvoll erscheinen.

Gasbehandlung

Unter einer (Quell-)Gastherapie versteht man die Injektion von Kohlendioxid als körpereigenes Stoffwechselprodukt zum Zwecke der Schmerzlinderung und Durchblutungsförderung. Diese Behandlungsform wurde historisch besehen im Umfeld der tschechischen Kurbäder entwickelt. Es handelt sich bei dieser Art der Therapie um kein schulmedizinisch anerkanntes, sondern vielmehr um ein naturheilkundlich geprägtes Verfahren.

Hydrotherapie

Unter Wasserheilkunde oder Hydrotherapie versteht man die wissenschaftlich angeleitete Nutzung der therapeutischen Eigenschaften von Wasser in allen Aggregatzuständen (kaltes beziehungsweise warmes Wasser sowie Eis und Dampf). Je nach Bedarf kann die Beschwerdebehandlung, Stabilisierung, Prävention oder Rehabilitation im Vordergrund stehen. Als Schlüsselfaktor gilt dabei die gezielte Regulierung der Wassertemperatur.

Diese Erkrankungen werden bei einer Kur behandelt

Kurreisen mit medizinischer Begleitung können bei einer Vielzahl von Erkrankungen einen sinnvollen Bestandteil des Behandlungskonzeptes darstellen. Ob in Ihrem Fall ein Kururlaub beziehungsweise ein Kuraufenthalt eine sinnvolle (Begleit-)Maßnahme darstellt, sollten Sie in Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt erörtern.

Allgemein lässt sich sagen, dass unter anderem die folgenden Indikationen häufige Grunde darstellen, warum viele Menschen sich dafür entscheiden, eine Kur in Tschechien anzutreten: gynäkologische und onkologische Erkrankungen, Erkrankungen der Atemwege und des Magen-Darm-Traktes, Hauterkrankungen und Störungen des Stoffwechsels.

Überblicksmäßige Erläuterungen zu diesen Heilanzeigen haben wir für Sie in den folgenden Absätzen zusammengestellt.

Gynäkologische Erkrankungen
Gynäkologische Erkrankungen

Zu den gynäkologischen Erkrankungen zählen etwa Hormonstörungen und Menstruationsbeschwerden. Therapiemöglichkeiten umfassen unter anderem Heilwasseranwendungen, Moorpackungen und Trinkkuren.

Magen-Darm-Erkrankungen
Magen-Darm-Erkrankungen

Bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes kann eine Diät-Therapie eine naheliegende Behandlungsmöglichkeit darstellen. Eine solche Ernährungsumstellung lässt sich vielfach auch in einen Kururlaub integrieren.

Stoffwechselstörungen
Stoffwechselstörungen

Typische Beispiele für Stoffwechselerkrankungen, bei denen Kurreisen unter Umständen Abhilfe schaffen können, sind unter anderem das metabolische Syndrom, Diabetes Mellitus oder auch Fettleibigkeit.

Atemwegserkrankungen
Atemwegserkrankungen

Bestimmte Erkrankungen der Atemwege wie insbesondere Asthma gelten als weitverbreitete Volkskrankheiten, für die eine Kur eine sinnvolle Behandlungsperspektive darstellen kann.

Onkologische Erkrankungen
Onkologische Erkrankungen

Infolge von onkologischen Erkrankungen kann es häufig zu Nachfolgebeschwerden kommen, die durch Kuranwendungen (insbesondere Bädertherapien und diverse Kneippverfahren) zum Teil erheblich gelindert werden können.

Hauterkrankungen
Hauterkrankungen

Kurreisen zu geeigneten Orten können das Hautbild von betroffenen Patienten signifikant verbessern. Idealerweise kann auch ein Abklingen der Symptome (Juckreiz usw.) beobachtet werden.

Regionen mit Kurorten in Tschechien

Die Städte des "Bäderdreiecks" - Franzensbad (Frantiskovy Lazne), Marienbad (Marianske Lazne) und Karlsbad (Karlovy Vary) gelten als Inbegriff des berühmten tschechischen Kurwesens. Sie gehören allesamt der Region Westböhmen an, die insofern als beliebteste Destination für Kururlaube in Tschechien gelten darf.

Dort gibt es nicht nur wohltuende Heilquellen und mondäne Kureinrichtungen (Health-Spa, Kurhotels, Parkanlagen mit Kolonnaden, etc.), sondern Ihnen bieten sich auch zahlreiche Gelegenheiten zur aktiven körperlichen Betätigung (Reiten, Golfen, Radfahren, Wandern) in der Umgebung. Auch kulturelle Genüsse in Form von Veranstaltungen, architektonischen Sehenswürdigkeiten und gastronomischen Angeboten finden Sie dort zuhauf.

Gleichzeitig beschränkt sich der Kurbetrieb in Tschechien keineswegs auf das westliche Böhmen. Auch die übrigen Abschnitte der Region sind in dieser Hinsicht gut ausgestattet. Das älteste Heilbad in ganz Tschechien, Teplice (Teplitz), befindet sich beispielsweise in Nordböhmen. Aber auch, wenn es Sie nach Süden oder Osten oder auch nach Mähren und Schlesien zieht, werden Sie auf Oasen der Entspannung stoßen!

Heilbäder in Tschechien

Die tschechischen Kurbäder sind seit Jahrhunderten in ganz Europa bekannt - die angenehm heißen Quellen, renommierten Thermen und zur Erholung einladenden Landschaften halten unzählige Wohltaten für Körper, Geist und Seele bereit. 

Franzensbad (Frantiskovy Lazne), Marienbad (Marianske Lazne) und Karlsbad (Karlovy Vary) sind dabei die prominentesten, aber bei Weitem nicht einzigen Namen, die für Erholungssuchende ein Wellness-Versprechen beinhalten: Das Netzwerk an größeren, mittleren und kleineren tschechischen Kurbädern und -einrichtungen erstreckt sich vielmehr über das gesamte Land und hält auch viele "Geheimtipps" bereit.

Wenngleich die Spezialisierungen sich von Ort zu Ort unterscheiden, sind die tschechischen Kurorte allgemein vor allem für ihre positiven Auswirkungen auf folgende gesundheitliche Probleme bekannt: Nerven- und Frauenleiden, Erkrankungen der Atem-, Nieren- und Harnwege, des Bewegungsapparats und des Verdauungstraktes, Gefäß- und Herzkrankheiten sowie onkologische Folgebeschwerden und Stoffwechselstörungen.

Die Vielfalt der möglichen Destinationen erlaubt es, maßgeschneiderte Aufenthalte für Kurgäste mit verschiedenen gesundheitlichen Bedürfnissen zu erstellen und diese mit einem breiten Spektrum an Kultur- und Freizeitangeboten zu verbinden.

Westböhmen
 


Das westliche Böhmen gilt mit Franzensbad, Marienbad und Karlsbad als die tschechische Kurdestination schlechthin. Dabei gibt es noch viele andere schöne Orte, die man in Böhmen besichtigen kann, wie insbesondere die Stadt Eger, die berühmte Barockstadt, die Stadt Ceske Budejovice, die ehemalige Hauptstadt der böhmischen Herrschaft.

Karlsbad
Karlsbad

Karlovy Vary, so der offizielle Name des "Juwels im Bäderdreieck", gilt nach Prag als beliebtestes touristisches Ziel Tschechiens.

Marienbad
Marienbad

Im architektonischen Flair von Mariánské Lázne, wo schon viele berühmte Persönlichkeiten zu weilen pflegten, lebt die Glanzzeit des Kurtourismus im frühen 20. Jahrhundert weiter.

Franzensbad
Franzensbad

In Frantikovy Lázne entstand dereinst das weltweit erste Moorbad. Goethe war von der Stadt sogar so verzückt, dass er sie zum "Paradies auf Erden" adelte!

Konstantinsbad
Konstantinsbad

Im westböhmischen Konstantinovy Lázne gibt es mehr als zehn Kurhäuser. Das örtliche Heilwasser verfügt zudem landesweit über den höchsten Kohlendioxidgehalt!

Bad Königswart
Bad Königswart

Die Lage des Kurbads Lázne Kynvart im Westen des Kaiserwaldes sorgt für ideale klimatische Bedingungen für die Behandlung bestimmter Atemwegserkrankungen.

Karlova Studánka
Karlova Studánka

Bei Bad Karlsbrunn handelt es sich um einen Luftkurort, der mit der saubersten Luft in Mitteleuropa wirbt und zudem viele natürliche Sehenswürdigkeiten (Berge, Wasserfälle, Felsen) aufweist.

Nordböhmen

Das nördliche Böhmen verfügt mit Teplice über das älteste Kurbad der Region. Der lokale Behandlungsschwerpunkt liegt unter anderem auf Nervenleiden und Beweglichkeitsproblemen.

Bad Libverda
Bad Libverda

Die begünstigte Lage im Vorland des nördlichen Isergebirges gepaart mit den umliegenden Mischwäldern verleiht Bad Lidverda ein besonders angenehmes Klima.

Teplice
Teplice

Teplice - das auch liebevoll "böhmisches Klein-Paris" genannt wird - ist nicht nur das älteste Heilbad Böhmens, sondern zählt auch zu den traditionsreichsten von ganz Europa.

Bad Msené
Bad Msené

Obwohl nur 40 km von Prag entfernt, liegt dieses Heilbad in einem ruhigen Teil der Region Ústí nad Labem. Die Kurhäuser sind von einer verträumten Park-/Teichlandschaft umgeben.

 
Lázne Kundratice
Lázne Kundratice

Dieser Kurort entstand einst als Stadtteil von Osecná und ist auch als Bad Kunnersdorf bekannt. Schwefelhaltiges Moor stellt die wichtigste lokale Kuranwendung dar.

Mittelböhmen

Im idyllischen Mittelböhmen liegt der Kurort Podebrady am Ufer der Elbe, etwa 50 Kilometer von Prag entfernt (Schwerpunkte: Herz-, Gefäß- und Stoffwechselerkrankungen).

Podebrady
Podebrady

Podebrady eilt der Ruf voraus, Balsam für Herz und Seele zu bieten - das Heilwasser der Podebradka-Quelle kommt nämlich auch bei Herzkreislauferkrankungen zum Einsatz.

Bad Toušeň
Bad Toušeň

Das Moorbad Lázně Toušeň befindet sich 25 Kilometer außerhalb von Prag am Zusammenfluss von Elbe und Iser. Als wichtigste Kuranwendung gilt ein Bad im schwefelhaltigen Moor.

Ostböhmen

Namhafte Kurorte in Ostböhmen sind Johannisbad (Riesengebirge) sowie das kleinere Belohrad. Ebenfalls erwähnenswert ist das architektonisch hervorstechende Bohdanec.

Johannisbad
Johannisbad

Janské Lázne befindet sich am Rande des Nationalparks Riesengebirge und in der Nähe eines Skigebiets, sodass sich Erlebnis- und Kururlaub wunderbar kombinieren lassen.

Bad Bohdanec
Bad Bohdanec

Für das von funktionalistischer Architektur geprägte Ortsbild ist Bad Bohdanec bekannt. Als Kuranwendungen kommen insbesondere Moorbäder in Frage.

Lázne Belohrad
Lázne Belohrad

Auch in Lázne Belohrad im Riesengebirge werden die heilenden Kräfte der örtlichen Moorvorkommen und der reinen Bergluft genutzt.

Südböhmen

In Südböhmen befindet sich das in eine Teichlandschaft eingehegte Trebon, das für seine speziellen Torfpackungen überregional bekannt ist.

Bad Bechyne
Bad Bechyne

Das moderne Wellnessangebot im südböhmischen Bechyne baut auf einer dreihundertjährigen Tradition als Kurbad auf. Zusätzlich bietet die Stadt zahlreiche geschichtsträchtige Stätten und Sehenswürdigkeiten.

Bad Trebon
Bad Trebon

Bei Trebon handelt es sich um eine romantische, vom Renaissancestil geprägte Kleinstadt, die abgesehen von wohltuenden Heilmooranwendungen auch zum Flanieren und Gustieren einlädt.

Bad Vráz
Bad Vráz

Zentrum des Kurbetriebs in Bad Vráz ist das neogotische Schlossgebäude. Praktisch für Besucher: Fast die gesamte kurrelevante Infrastruktur befindet sich unter einem Dach.

Bad Velké Losiny
Bad Velké Losiny

Velké Losiny im Altvatergebirge zählt zu den traditionsreichsten Kurorten Mährens und ist heute vor allem als "Thermenparadies" bekannt. Das natürliche Thermalwasser (36 °C) sorgt für Tiefenentspannung und Wellness-Gefühle.

Mähren und Schlesien

Das hoch gelegene Dorf Karlova Studánka (Bad Karlsbrunn) besticht durch seine malerische Lage in der Nähe des Altvaters (höchster Berg von Mähren).

Luhacovice
Luhacovice

Bei Luhacovice handelt es sich um den größten Kurort in Mähren, der sich durch sein architektonisches Jugendstil-Ambiente und die frei zugänglichen Salzwasser-Heilquellen auszeichnet.

Bad Slatinice
Bad Slatinice

Slatinice gilt als ältestes Kurbad Mährens - schon seit Beginn des 16. Jahrhunderts herrscht hier Badebetrieb. Der Ort liegt nur 14 Kilometer von Olmütz entfernt.

Bad Klimkovice
Bad Klimkovice

Inmitten des nordmährischen Berglands Nízký Jeseník liegt mit Klimkovice ein Spitzenkurort, der vor allem für sein einzigartiges Jod-Brom-Wasser bekannt ist.

Lazne Darkov
Lazne Darkov

Die berühmte Jodbromsole des Heilbades Darkov wird schon seit 150 Jahren gegen eine Vielzahl an Beschwerden (Hautprobleme, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, etc.) eingesetzt.

Lipova Lazne
Lipova Lazne

Lipova Lazne liegt zwischen zwei Gebirgszügen (Reichensteiner Gebirge und Altvatergebirge) und zeichnet sich primär durch seine exzellenten Luftverhältnisse aus.

Lázne Jeseník
Lázne Jeseník

Dieser Luftkurort liegt inmitten der wildschönen Natur des Altvatergebirges und ist historisch eng mit der Entwicklung der modernen Baleologie verbunden.

Haustürabholung aus Deutschland
 

Wenn Sie Ihre Kur in Tschechien verbringen möchten, stellt sich die Frage nach der Organisation Ihrer Anreise. Hierfür können Sie einerseits Ihr Privatfahrzeug oder eine Bahnverbindung nutzen.

Eine weitere interessante Option für Kurreisen stellen aber sogenannte Haustür-Transfers dar, bei denen Sie direkt an Ihrer Wohnadresse in Deutschland abgeholt und von einem Beförderungsdienstleister zu den Kurhotels in Tschechien gebracht werden. Hierzu werden sowohl Minibusse als auch Fernreisebusse genutzt.

Das Haustür-Transferservice ist häufig in Pauschalangeboten für einen Kururlaub enthalten und muss in diesem Fall nicht separat gebucht werden. Ein wesentlicher Vorteil: Wenn Sie für die Durchführung der Anreise nicht selbst Sorge tragen müssen, können Sie sich schon während der Fahrt innerlich auf Ihren entspannenden Kuraufenthalt beziehungsweise Kururlaub einstellen.

Selbstverständlich können Sie dieses Shuttleservice auch für die Rückfahrt nach Deutschland in Anspruch nehmen. Auch in diesem Fall erfolgt die Abholung direkt am Aufenthaltsort und der Transfer endet vor Ihrer Haustüre oder an einer in unmittelbarer Nähe gelegenen Stelle.

Mit Wohnmobil zur Kur in Tschechien

Wenn Sie eine Vorliebe für individuelle und flexible Kurreisen mit dem Wohnmobil besitzen, ist Tschechien auch hierfür eine lohnende Destination!Wenn Sie Ihren Kuraufenthalt mit einem Campingurlaub verbinden wollen, so steht Ihnen dafür in allen Landesteilen eine Vielzahl an geeigneten Stellplätzen zur Verfügung, die in den allermeisten Fällen auch zum Campen genutzt werden können und entsprechend ausgestattet sind.

Normal parken können Sie mit Ihrem Wohnmobil in Tschechien im Übrigen auch an allen Orten, an denen kein explizites Verbot für diese Fahrzeugkategorie besteht.

Kururlaub mit Krankenkassenzuschuss

Für Kurreisen nach Tschechien haben Sie in Deutschland in den meisten Fällen die Möglichkeit, über Ihre Krankenkasse einen Zuschuss zu den anfallenden Kosten zu beantragen. Amtlich spricht man in diesem Zusammenhang von einer sogenannten "ambulanten Vorsorgemaßnahme". Damit diese finanzielle Begünstigung gewährt werden kann, muss zuvor auf die Erfüllung einiger wesentlicher Voraussetzungen geachtet werden.

Der Kuraufenthalt muss jedenfalls aus medizinischen Gründen angetreten werden und an einem anerkannten Kurort verbracht werden (wobei Sie diesen grundsätzlich in Absprache mit dem behandelnden Arzt frei wählen können). Ob der Kur-Zuschuss letztendlich bewilligt wird, liegt im Ermessen des Versicherungsträgers - ein genereller Anspruch besteht nicht, weshalb Sie vor dem Kururlaub unbedingt Rücksprache mit Ihrer zuständigen Krankenkasse halten sollten.

Greifen Sie zu diesem Zweck auf standardisierte Antragsformulare zurück und füllen Sie diese aus. Falls die Kasse die medizinische Notwendigkeit des gewünschten Aufenthalts bejaht, werden Sie in weiterer Folge über Art und Ausmaß des bewilligten Zuschusses informiert.

Was Sie noch machen können

Von medizinischen Erwägungen einmal abgesehen, lassen sich Kurreisen nach Tschechien wunderbar mit zahlreichen weiteren Entspannungsangeboten und Freizeitaktivitäten verbinden, die sich positiv auf Ihr allgemeines Wohlbefinden auswirken oder ganz einfach Spaß machen.

In vielen Kurhäusern, Hotels und Health-Spa-Einrichtungen gibt es vielfältige Wellnessangebote, die auch ohne eine spezifische Heilanzeige immer eine Wohltat für Körper, Geist und Seele darstellen. So können Kurgäste in den diversen Spa-Bereichen unter anderem in die Sauna gehen, den Pool zum Schwimmen nutzen, sich mit Massageeinheiten verwöhnen lassen oder sich auch kosmetischen Behandlungen unterziehen.

Da viele Kurorte in Tschechien sich darüber hinaus durch ihre reizvolle Umgebung auszeichnen und zahlreiche kulturelle Sehenswürdigkeiten aufweisen, können Sie natürlich auch Ausflüge in die Natur oder einen gediegenen Stadtbummel unternehmen.

Sauna
Sauna

Viele Kureinrichtungen und Unterkünfte in Tschechien verfügen über spezielle Health-Spa-Bereiche, die im Regelfall auch mit einer Sauna ausgestattet sind.

Aquamania
Aquamania

 Neben Heilbädern gibt es in Tschechien auch zahlreiche familienfreundliche Wasserparks sowie Erlebnis- und Spaßbäder, die zum ausgelassenen Planschen einladen.

Bier- und Weinbäder
Bier- und Weinbäder

Bier und Wein gelten in Tschechien als Nationalgetränke und werden auch für Kuranwendungen genutzt. In Karlsbad/Karlovy Vary gibt es zum Beispiel eine eigene Biertherme.

Wellness
Wellness

Ob durch ätherische Düfte, Naturheilverfahren oder Entspannungsmassagen - im Wellness- beziehungsweise Health-Spa-Bereich des Hotels oder Kurhauses Ihrer Wahl kommen garantiert auch Sie zur Ruhe!

Städtereisen bei einer Kur in Tschechien

Gerade für passionierte Städtebummler hat ein Kuraufenthalt in Tschechien vieles zu bieten. Dies gilt nicht nur für Besucher, die ihren Urlaub direkt in einer der großen Kurstädte des westböhmischen Bäderdreiecks (Franzensbad/Frantiskovy Lazne, Marienbad/Marianske Lazne und Karlsbad/Karlovy Vary) verbringen, um dort die eleganten Kurhäuser, Kolonnaden und Parkanlagen zu bestaunen oder am regen Kultur- und Veranstaltungsleben teilzuhaben.

Auch viele kleinere Kurorte befinden sich unweit von sehenswerten Mittel- oder Großstädten, die sich perfekt für spontane oder fix eingeplante Tagesausflüge eignen. Typisch für das Erscheinungsbild der geschichtsträchtigen tschechischen Städte sind verwinkelte Gässchen, Festungsbauten, Türme und gepflegte Marktplätze.

Dies gilt auch für die Hauptstadt Prag mit ihrer unübertroffenen architektonischen Harmonie, die unter anderem in der Karlsbrücke, der Prager Burg und dem Veitsdom zum Ausdruck kommt. Darüber hinaus gibt es ausgedehnte Parks und Grünflächen, die zum Innehalten inmitten des städtischen Trubels einladen.

Gastronomie in Tschechien

Die tschechische Gastronomie baut auf der traditionellen böhmischen Küche auf, die ihrerseits häufig durch überregionale Einflüsse geprägt wurde. Als typische Gerichte gelten einerseits herzhafte Fleischspezialitäten (insbesondere Gulasch, gebratene Ente oder Lendenbraten), andererseits auch schmackhafte Süßspeisen wie die sogenannten Frgály, bei denen es sich um großzügig dimensionierte und befüllte Rundkuchen handelt.

Unbedingt probieren sollten Sie auch die Kuroblaten aus Karlsbad/Karlovy Vary, die dereinst speziell für Kurreisende entwickelt wurden und sich auch heute noch großer Beliebtheit erfreuen. Besonders hervorzuheben ist natürlich auch das tschechische Bier als ortsübliche Essensbegleitung - mit einem klassischen böhmischen Lager liegen Sie jedenfalls nie daneben.

Fall es Sie nach Prag verschlägt, ist das gastronomische Angebot natürlich noch größer als andernorts - dort finden Sie nicht nur traditionelle böhmische Wirtshäuser und Bierkneipen, sondern auch Restaurants der unterschiedlichsten Preisklassen, die sich auf internationale Küche spezialisiert haben.

Wissenswertes & Tipps

Bevor Sie Ihren Kururlaub in Tschechien antreten, ist es immer ratsam, sich in den wichtigsten Grundzügen mit Ihrem Gastland vertraut zu machen - insbesondere, falls Sie zum ersten Mal in unser östliches Nachbarland verreisen.

Als beste Reisezeit gelten im Allgemeinen die Monate Mai bis September - wobei eine Reise in der Vorweihnachtszeit natürlich den Vorteil hat, dass Sie in den Genuss der stimmungsvollen Atmosphäre der allerorts abgehaltenen Weihnachtsmärkte kommen können!

Vorsicht ist beim Geldverkehr geboten - in Tschechien zahlt man nach wie vor mit Tschechischen Kronen (CZK, siehe unten). In den Städten sollten Sie Acht darauf geben, bei Taxifahrten keine überteuerten Tarife zu bezahlen - am sichersten ist es, das Taxi direkt über die Kurhotels rufen zu lassen. Alternativ können Sie auch auf ein zumeist optimal ausgebautes öffentliches Verkehrssystem zurückgreifen

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Währung

Als offizielle Währung fungiert weiterhin die Tschechische Krone. Tschechien hatte sich im Zuge seines Beitritts zur Europäischen Union zwar dazu verpflichtet, langfristig die Gemeinschaftswährung Euro einzuführen, jedoch kaum konkrete Schritte in diese Richtung unternommen.

Somit sollten Kurgäste darauf achten, genügend Geld in der Landeswährung mitzuführen, um Preisaufschläge zu vermeiden. Diesbezügliche Vorkehrungen sollten Sie schon vor Reiseantritt treffen, um nicht auf die zum Teil zweifelhaften Wechselstuben angewiesen zu sein.

Wetter

In Tschechien herrscht ein gemäßigtes Kontinentalklima mit heißen Sommern und kalten Wintern vor. Dementsprechend hoch sind die Temperaturunterschiede zwischen Januar und Juli, also dem kältesten beziehungsweise wärmsten Monat im Jahresverlauf.

Die Regenhäufigkeit ist in den Sommermonaten tendenziell höher, wobei hier erhebliche regionale Unterschiede verzeichnet werden. Worin die für Sie beste Reisezeit besteht, hängt von den bevorzugten Freizeitaktivitäten in Verbindung mit Ihrer Kur ab (Winter- oder Wassersport, Wandertouren, Städtereisen, etc.).